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Kategorie: Womo

Mal wieder Buckow

Mal wieder Buckow

Wir mußten dem neuen Auto natürlich auch einen unserer Lieblingsorte zeigen. Buckow. Auf unserem Stammparkplatz wird gerade ein Mobilfunkmast gebaut, der war also gesperrt. Daher ging es auf den kleinen Parkplatz am Ortseingang, für den wir jetzt eigentlich recht groß sind. Aber es paßte. Am Samstag waren 13 km Wandern angesagt, und das, obwohl der Purzelhase nur 10 wollte. Aber es war eine schöne Tour. Buckow zeichnet sich dadurch aus, daß es an schonen Wochenenden voll mit Tagestouristen ist. Denen kann man aber ohne Aufwand aus dem Weg gehen.

Die Buckower Kirche. Einfach
Von außen sieht man der Kirche an, daß Herbst wird

Sonntag:

Kanonenschießen der Buckower Infanterie. Der Anlaß erschloß sich mit nicht so richtig. Aber wahrscheinlich wollen sie Putin Angst einjagen.

Das ist angeblich eine echte Kanone, gegossen in Schweden. Erbeutet im 30jährigen Krieg.

Dessau und Hugo Junkers

Dessau und Hugo Junkers

Hugo Junkers gründete 1885 in Dessau die Junkers AG. Ursprünglich baute er Gasthermen und ähnliches. Mit der Zeit widmete er sich dem Flugzeugbau. Die Nazis Einheiten Junkers 1933. Zum einen war er pleite, zum anderen war er den Nazis nicht genehm. Er war eher links und Pazifist. Das Technikmuseum Hugo Junkers in Dessau erinnert daran. Das Museum selbst ist ein wildes Sammelsurium von allen möglichen Exponaten.

Eine Junkers F13. Der Pilot und der Copilot sitzen quasi im Freien, während 4 Fluggäste in einer Kabine unterkommen.
Im Inneren einer JU 52
Wochenende in Dessau

Wochenende in Dessau

Meine Lieblingsfrau hatte die glänzende Idee, mal wieder Dessau zu besuchen und ich scharrte eh mit den Hufen, Womo zu fahren. Das letzte Mal waren wir in 2018 mit einem Mietmobil in Dessau. Jetzt stehen wir hier auf einem kostenlosen Womo-Stellplatz hinter dem Elbdeich.

Die heutige Wanderung waren lachhafte 10 km nach Großkühnau. In dem Ort gibt es den Kühnauer See. Der ist ein Überbleibsel eines Elbehochwassers ( ausgelöst durch die Mulde, die hier in die Elbe fließt), bei dem die Elbe sich ein neues Bett weiter nördlich gesucht hat. Der See blieb einfach übrig. Das war im 14 Jahrhundert.

Hier ein paar Impressionen von gestern Abend und heute.

Den Turm kann man von der Stadt für Ferien oder Wochenende mieten
Sandsäcke, die bei Hochwasser zum Einsatz kommen

Die evangelische Kirche von Großkühnau. Geschlossen
Es können nicht alles Nazi’s sein. Ich gebe zu, ich habe auch ein Türschild gesehen, auf dem stand, die Tür sei die Grenze zum Deutschen Reich
F60 ( nicht zu verwechseln mit F35!)

F60 ( nicht zu verwechseln mit F35!)

Auf der Rücktour aus Altdöbern fuhren über Lichterfeld. Hier gibt es ein Museumsbergwerk für den Braunkohletagebau Greifenhain. Und es steht hier eine F60, auf die man im Rahmen einer Führung rauf kann. Das „F“ steht für Förderbrücke und die „60“ für die Abraumhöhe die das Gerät abtragen kann. Denn es ist kein Kohlebagger. Das Gerät baggert den Abraum über dem Kohleflöz weg, damit der Schaufelradbagger, der die Kohle fördert, an die Kohle rankommt. In Lichterfeld liegt das Kohleflöz in 90 m Tiefe. Also kam erst eine F30 und dann die F60 zum Einsatz. Und erst dann der eigentlich Schaufelradbagger, der für die Förderung zuständig war. Es gab auf der Welt 5 F60. Eine wurde verschrottet, 3 sind noch im Einsatz und eine ist ein Museum und wir besuchten sie heute. Das Teil ist 502 m lang, 204 m breit und fast 80 m hoch. Würde man sie aufstellen, würde sie den Eifelturm deutlich überragen. Es ist die größte bewegliche Maschine der Welt.

Das ist ein Toilettenhäuschen 😂

Altdöbern

Altdöbern

Hier habe es einmal eine Geburtsklinik und hier kam ich zur Welt. Wir wollten Mal sehen, wie es heute hier aussieht. Also Womo geschnappt und los.

Teil der alten Klinik. Heute Heim der AWO
Ebenfalls ehemals Teil der Klinik
Der Tagebau reichte bis an den Ort ran. Einzelne Ortsteile (z.B. Klein Jauer und Groß Jauer) sind mit der Braunkohle verschwunden

Das Schloss ist z.T. Rekonstruiert und erneuert. Derzeit gibt es hier eine echt schräge Kunstausstellung.

Aber, von aussen sieht es gut aus.

So etwas hat nur die DDR fertig gebracht.
Urlaub ist alle

Urlaub ist alle

Wir sind wieder zu Hause und arbeiten auch seit 2 Tagen schon wieder. Der Eintrag kommt erst jetzt, denn der letzte Eintrag ist immer so endgültig. Zumindest bis zum nächsten Mal. Daher folgen hier nur einige Impressionen aus Helsinki.

Die spinnen, die Finnen 😂

Im Designmuseum waren wir auch. Das besteht aus Mummins und häßlicher Mode.

Und ja, es gibt auch Stühle
Finnland Auto Fazit

Finnland Auto Fazit

Wie schon beschrieben sind wir mit einem neuen Wohnmobil in Finnland. Hierzu erst einmal etwas grundsätzliches. Das alte Womo war ein Fronttriebler und inzwischen 16 Jahre alt, wir fuhren es 7 davon. Die Schäden nahmen überhand. Ständig war etwas zu reparieren. Mal war es die Befestigungsschnur einer Verdunkelung, mal regnete es durch die Frontscheibe rein, vom Steinschlag an der nicht handelsüblichen Scheibe eines Vollintegrierten Womos rede ich noch gar nicht.

Es mußte also etwas Neues her. Wir überlegten also: Was brauchen wir, wo sind wir unterwegs. Schnell wurde klar, daß wir mindestens einmal im Jahr in Skandinavien sind. Meist Finnland, auch wenn das streng genommen nicht Skandinavien ist. Aber die Wege/Straßen sind schlecht. Viele offizielle Straßen sind einfach nur Schotterpisten oder Waldwege. Dazu ist das Wetter unberechenbar, was eine Tour in den Wald immer unter den Vorbehalt einer sicheren Rückkehr durch eventuell eine Schlammpiste stellt. Außerdem sind wir auch im Winter unterwegs, wobei 4 angetriebene Räder einen unschätzbaren Vorteil bieten. Es sollte möglich sein, lange ohne Campingplatz (Strom, Wasser, Toilette) auszukommen. Und ganz nebenbei sind wir jetzt auch schon älter und wollten nicht mehr in einem Querbett übereinander krabbeln, wenn einer rausmuß. Daher sollten es Längstbetten sein.

So wurde es ein Hymer auf einem höher gelegten Mercedes Sprinter 4×4. Das Fahrzeug ist zwar nicht Off-Road- Tauglich, in jedem Fall aber Schlecht-Wege-Tauglich. Es eignet sich für Wege, die ich mit dem alten nicht fuhr. Wir standen an Plätzen, die wir mit dem alten nicht erreicht hätten.

Und in Sachen Fahren ist es ein himmelweiter Unterschied zum alten. Es ist ein derart entspanntes Fahren, daß ich auch nach 40 km Schotter noch gute Laune habe. Von den üblichen schlechten finnischen Straßen rede ich gar nicht. Im Inneren geht es trotz der 80 cm mehr in der Länge etwas beengter zu. Aber das ist dann halt der Unterschied zwischen einem Vollintegrierten und einem Teilintegrierten. Irgendeinen Tod muß man sterben und man muß sich entscheiden, welchen. Ein Womo ist immer ein Kompromiss.

Fazit: ich fuhr jetzt knapp 6000 km und wir haben eine gute Entscheidung getroffen und freuen uns aufs nächste Jahr. Karelien und nur Karelien. Wir wissen, wir haben das passende Fahrzeug, um den Arsch der Welt zu erreichen. Und der ist von Karelien nicht weit weg.

Helsinki

Helsinki

Nachdem wir gestern noch in einem Sprektrolithmuseum waren (bunte Steine – und Purzelhases Leidenschaft – also Steine) verbrachten wir die Nacht noch auf einem kleinen Wanderparkplatz am Nationalpark Valkmusa. Zu wandern gab es aber nur 3 km und eine Grillhütte gab es auch nicht.

Jetzt sind wir in Rastilla, dem Campingplatz bei Helsinki. Wie schon Mal erwähnt, müssen 2 Tage Helsinki mit drin sein. Morgen geht es zum Rumlungern an den Hafen und Donnerstag will der Purzelhase ins Designmuseum. Freitag geht die Fähre ins alte Leben.

Spektrolithe unter Schwarzlicht

Eigentlich wollten wir dem Regen entfliehen

Eigentlich wollten wir dem Regen entfliehen

Der Wetterbericht sah für den Süden eigentlich keinen Regen vor. Daher machten wir uns auf den Weg nach Lappeenranta. Hier wollten wir uns die alte Festung des russischen Zaren ansehen und ein bisschen rumtrödeln. Außerdem liegt es näher an Helsinki, wo am kommenden Freitag unsere Fähre abgeht. Und da wollen wir am Dienstag eintreffen, um die üblichen 2 Tage in Helsinki zu haben. So mit Bier in der Sonne am Hafen und in der Altstadt und so. Aber hier in Lappeenranta regnet es ebenfalls junge Hunde. Und dann hatten wir gerade keinen Strom. Ich tippte auf die etwas maroden Versorgungssäulen. Aber nach einer Prüfung war klar, das Problem liegt im Auto. Sind doch echt zwei FI-Schutzschalter gekommen! Ich war ja froh, die Dinger gefunden zu haben. Ist gefixt, wir machen nachher Netflix oder Prime.