Finnland Auto Fazit
Wie schon beschrieben sind wir mit einem neuen Wohnmobil in Finnland. Hierzu erst einmal etwas grundsätzliches. Das alte Womo war ein Fronttriebler und inzwischen 16 Jahre alt, wir fuhren es 7 davon. Die Schäden nahmen überhand. Ständig war etwas zu reparieren. Mal war es die Befestigungsschnur einer Verdunkelung, mal regnete es durch die Frontscheibe rein, vom Steinschlag an der nicht handelsüblichen Scheibe eines Vollintegrierten Womos rede ich noch gar nicht.
Es mußte also etwas Neues her. Wir überlegten also: Was brauchen wir, wo sind wir unterwegs. Schnell wurde klar, daß wir mindestens einmal im Jahr in Skandinavien sind. Meist Finnland, auch wenn das streng genommen nicht Skandinavien ist. Aber die Wege/Straßen sind schlecht. Viele offizielle Straßen sind einfach nur Schotterpisten oder Waldwege. Dazu ist das Wetter unberechenbar, was eine Tour in den Wald immer unter den Vorbehalt einer sicheren Rückkehr durch eventuell eine Schlammpiste stellt. Außerdem sind wir auch im Winter unterwegs, wobei 4 angetriebene Räder einen unschätzbaren Vorteil bieten. Es sollte möglich sein, lange ohne Campingplatz (Strom, Wasser, Toilette) auszukommen. Und ganz nebenbei sind wir jetzt auch schon älter und wollten nicht mehr in einem Querbett übereinander krabbeln, wenn einer rausmuß. Daher sollten es Längstbetten sein.
So wurde es ein Hymer auf einem höher gelegten Mercedes Sprinter 4×4. Das Fahrzeug ist zwar nicht Off-Road- Tauglich, in jedem Fall aber Schlecht-Wege-Tauglich. Es eignet sich für Wege, die ich mit dem alten nicht fuhr. Wir standen an Plätzen, die wir mit dem alten nicht erreicht hätten.
Und in Sachen Fahren ist es ein himmelweiter Unterschied zum alten. Es ist ein derart entspanntes Fahren, daß ich auch nach 40 km Schotter noch gute Laune habe. Von den üblichen schlechten finnischen Straßen rede ich gar nicht. Im Inneren geht es trotz der 80 cm mehr in der Länge etwas beengter zu. Aber das ist dann halt der Unterschied zwischen einem Vollintegrierten und einem Teilintegrierten. Irgendeinen Tod muß man sterben und man muß sich entscheiden, welchen. Ein Womo ist immer ein Kompromiss.
Fazit: ich fuhr jetzt knapp 6000 km und wir haben eine gute Entscheidung getroffen und freuen uns aufs nächste Jahr. Karelien und nur Karelien. Wir wissen, wir haben das passende Fahrzeug, um den Arsch der Welt zu erreichen. Und der ist von Karelien nicht weit weg.






















