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Autor: Dirk

Hier stehen wir nun ….

Hier stehen wir nun ….

Wir stehen tatsächlich mitten im Nirgendwo. Und wandern waren wir auch mitten im Nirgendwo. Es ging zur Teufelspforte. Eine 5km-Tour, die es in sich hatte. Aber gelohnt hat es sich auch.

Semmelpilze sehen hier echt aus, wie Burgerbrötchen bei McDonald’s.

Gestern war ich ich noch einmal im Winterkriegsmuseum in Soumissalmi. Dabei fiel mir mein Fehler in einem lang zurückliegenden Beitrag auf, den ich inzwischen richtig stellte. Das Winterkriegsmuseum kann man sich getrost sparen. Sie erwähnen weder die Vorgeschichte des Winterkrieges, noch, daß sie streng genommen verloren haben. Denn im Ergebnis mußten sie ganze Regionen an die Sowjetunion antreten.

Derzeit stehen wir hier ganz allein mitten in der Pampa und es regnet immer Mal wieder. Unsere Klamotten hängen hier im ganzen Womo rum und müssen trocknen. Denn ja, wir kamen in den Regen. Alles halb so wild.

Was wir morgen machen, wissen wir noch nicht. Entscheiden wir erst, wenn es soweit ist.

Korrektur zum Eintrag hinsichtlich des Winterkriegs im Bootsblog

Korrektur zum Eintrag hinsichtlich des Winterkriegs im Bootsblog

Ich schrieb am 11.06.25 (https://www.dirkhagen.eu/WordPress_01/?p=5883) zum Winterkrieg zwischen Finnland und der Sowjetunion, daß die Informationen aus dem Winterkriegsmuseum in Soumissalmi stammen. Das ist nicht korrekt. Sie stammen aus einer Ausstellung im Arctic Circle Center in Rovaniemi aus dem Jahr 2022. Dennoch decken sie sich weitestgehend mit der Darstellung in der Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Winterkrieg)

Immer noch Kanjoni

Immer noch Kanjoni

Wir stehen die 2. Nacht auf dem Wanderparkplatz am Canyon. Ist schön hier. Derzeit sind es 6 °C, es sollen 3 werden. Und heute Nachmittag kam hier doch echt ein Bus an, spuckte 40-50 Schüler aus, die sich alle mit ihrer Kraxe bewaffnet auf den Weg in den Wald machten. Respekt!

Karelien – allerdings noch im Verwaltungsbezirk Lappland

Karelien – allerdings noch im Verwaltungsbezirk Lappland

Wir stehen 18 km von der russischen Grenze entfernt völlig allein auf einem Wanderparkplatz im Oulanka-Nationalpark. Seit meinem letzten Eintrag sind ca. 500 km vergangen, die Womodichte hat deutlich abgenommen. Wenn wir eins treffen, hat es meist ein finnisches Kennzeichen. So gefällt uns das. Keine Touris 😂. Jaja, ich weiß … . Heute machten wir eine Canyonwanderung. Herrlich. Es waren nur 6 km. Aber Spaß hat es wie verrückt gemacht.

Zu Hause sind es 37°C und hier beginnt der Herbst.

Wir sind immer noch in Lappland und waren wandern

Wir sind immer noch in Lappland und waren wandern

Die letzte Nacht verbrachten wir hier.

Blick durch die Windschutzscheibe.

Und dann waren wir heute in Enontekiö (ich habe den Ortsnamen per Drag ans Drop kopiert, da ich ihn mir ums Verrecken nicht merken konnte 😐) wandern. Es gibt hier eines von vielen Wanderzentren. Und natürlich ausreichend Wanderrouten. Wir nahmen die mit 10 km und dem Versprechen, es sei eine leichte Route. Scheißchenwas. Es ging wie üblich über Stock und Stein, Bergauf, Bergrunter. Aber es war eine geile Tour. Da der Parkplatz nicht aussah, als wären die Finnen begeistert, wenn man dort Übernachtet, fuhren wir die 12 km zu unserem gestrigen Stellplatz zurück. Und jetzt stehen wir hier mit einer Finnin und einm norwegisches Paar. Aber alle irgendwie separat.

So, und dann haben wir uns angeguckt und gesagt, Lappland ist uns zu voll. Es kommen hier viele Nordkappfahrer durch, es sind aufgrund der Nähe viele Schweden und Norweger unterwegs. Und man muß ganz ehrlich sagen: je mehr Womos unterwegs sind, umso dreckiger sind auch die Rastplätze. Wir hielten vorgestern an einem Rastplatz an, an dem es auch einen Imbiss und einen Verkaufsstand für Räucherfisch gibt. An dem Klo (Chemie) hingen 3 Schilder (drei!!!) auf denen in jeweils 3 Sprachen (drei!!!) darauf hingewiesen wurden, daß die Entleerung von Chemietoiletten untersagt sei. Als wir dort gestern kurz halt machten, steht dort ein Mercedesbus seltsam quer vor den Toiletten, wie um die Sicht zu versperren. Ich bin mir sicher, auch der hat sein Klo dort entleert. Das muß nicht sein und zieht nur weitere Verbote nach sich.

Wir machen uns morgen auf den Weg nach Karelien. Da fanden wir es in den anderen Jahren besser, weil einsamer. Das Auto haben wir in Schweden noch einmal vollgetankt (wer hätte gedacht, daß Deutsche Mal zum Tanktourismus nach Schweden fahren 😂) und morgen machen wir uns auf den Weg.

Drei Länder in 2 Minuten

Drei Länder in 2 Minuten

OK, das oben habe ich ein wenig geschummelt. Wir führen mit einem echten Seelenberkäufer (altes Schiff) über den Kilpisjärvi. Das ist ein See der dicht am Dreiländerecke Finnland, Schweden und Norwegen liegt. Von hier aus ging es zu Fuß 3 km weiter und poff, standen wir am Dreiländerstein.

Exakt hier stoßen die 3 Länder zusammen. Gemütlich umrundet, braucht man 1,5 Minuten. nur Hunde sollte man nicht mitnahmen. Norwegen verlangt jede Menge Unterlagen für das Einführen eines Hundes 😂.
Das will doch keiner 😤
Der Seelenverkäufer.

Diesen Beitrag habe ich übrigens mitten auf dem See am Arsch der Welt hochgeladen.

Dreiländereck

Dreiländereck

Der gestrige Campingplatz war grauenvoll. Nicht nur, daß nachts um 3 noch Gäste kamen, die sich dann auch noch stritten. Nein, zum Entleeren der Toilettenkassette mußte ich diese auf Brusthöhe heben. Das ist einfach unschön. Normalerweise sind die Ausgüsse maximal auf Höhe des menschlichen Beckens, meist sind sie im Fußboden eingelassen.

Jetzt stehen wir auf einem Parkplatz an der E8 am Kilpisjärvi. Hier gibt es nicht Mal eine Toilette ( absolute Seltenheit) aber jede Menge Finnen, Norweger und Schweden, die mit dem PKW ankommen, ein Zelt, Isomatten und Schlafsäcke auspacken und unterhalb des Parkplatzes am See campen. Denn Wanderwege gibt es hier auch nicht. Die Skandinavier sind verrückt. Wir erleben oft, wie die Finnen abends um 22:00 Uhr auf Wanderparkplätzen ankommen und dann mit Equipment für eine oder zwei Nächte zu Fuß aufbrechen. Wir stehen im Dreiländereck zwischen Finnland, Norwegen und Schweden.

Das ist Schnee in den Bergen auf norwegischer Seite

Vorher waren wir noch im Freilichtmuseum „Sturmbock“. Das ist eine Verteidigungsanlage der Deutschen Wehrmacht, die im Lapplandkrieg errichtet wurde. Ich hätte fast gesagt, von den Deutschen errichtet wurde. Aber nein, streng genommen von sowjetischen Kriegsgefangenen. Es ist bedrückend. Es ist aber auch bedrückend, daß der Westen sich eigene Wahrheiten schafft. Denn die Finnen waren Verbündete der Deutschen. Es geht mir hier nicht um die moralische Wertung des Paktes. Es geht darum, daß niemand bereit ist, sachlich darüber zu reden.

Der Kommandounterstand. Mit 2! Öfen. Alle anderen Unterstände haben nur einen gehabt.
Die Latrine der Stellung

Die Energiepreise

Die Energiepreise

Unsere Wirtschaftsministerin lehnt Eingriffe in den Strommarkt ab und erklärt, sie wolle „mehr Markt und weniger Dauerförderung“. Das bezog sich auf die Erneuerbaren und deren Förderung. Hinsichtlich einem Sinken der Energiepreise für den Bürger geht Frau Reich von irgendwann in den 2030er Jahren aus. Tcha, Industrie müßte man sein! Denn als Industriebetrieb mit mindestens 100.000 kW/h würde einen der Strom ca. 6 Cent pro kW/h kosten. Dank staatlicher Subventionen! Ich habe mir mal den Spaß gemacht und bei CHECK24.de nachgesehen, was der billigste Strom den Bürger in Berlin Mitte kostet. Das sind bei Rabot.Energie 20,33 Cent pro kW/h zuzüglich 11,28 € Grundpreis pro Monat. Alle anderen Tarife gehen bei ca. 0,30 € zuzüglich Grundgebühr los. Es sind in dem genannten Tarif monatlich Preisanpassung möglich. Nicht wie bei der Industrie, für die die Förderung erst einmal bis 2028 läuft – wegen der Planbarkeit. Ich schlage daher vor, jede Familie droht erst einmal mit der Kündigung von Mitarbeitern. Los geht es mit den Kindern (zur Adoption freigeben), weiter mit der Ehefrau (sich scheiden lassen), dann kommen die Eltern und Großeltern dran (sich selbst zur Adoption freigeben). Wenn das alles nicht hilft, sollte man mit der Abwanderung drohen. Und zwar nach Russland!