{"id":382,"date":"2026-09-14T17:35:29","date_gmt":"2026-09-14T17:35:29","guid":{"rendered":"https:\/\/dirkhagen.eu\/STRATO-apps\/wordpress_01\/app\/?p=382"},"modified":"2026-09-14T17:35:29","modified_gmt":"2026-09-14T17:35:29","slug":"meg-oneill-von-bp","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dirkhagen.eu\/STRATO-apps\/wordpress_01\/app\/demokratie\/meg-oneill-von-bp\/","title":{"rendered":"Meg O&rsquo;Neill von BP"},"content":{"rendered":"<p>Meg O\u00b4Neill ist Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin von BP und nahm zu den Zahlen des 2. Quartals 2026 wie folgt Stellung :<\/p>\n<p><em>Finanziell haben wir ein starkes Quartal erzielt, mit einem zugrunde liegenden Ersatzkostengewinn von $ 5,7 Milliarden ($ 2,5 Milliarden h\u00f6her als im letzten Quartal) und einem operativen Cashflow von $ 10,9 Milliarden, nach einem Betriebskapitalaufbau von $ 1,0 Milliarden.<\/em> Nachlesen kann man das <a href=\"https:\/\/www.bp.com\/investors\/results-reporting-and-presentations\/quarterly-results-and-webcast\" target=\"_blank\">hier<\/a>.<\/p>\n<p>Ich finde die unwidersprochene Argumentation der Mineral\u00f6lunternehmen, da\u00df der Staat und die Abgaben an den steigenden Spritpreisen schuld sind, einfach nur unversch\u00e4mt.&nbsp; Auch die Tatsache, da\u00df dem nicht widersprochen wird, finde ich total unversch\u00e4mt. Die Abgaben an den Staat bestehen entweder aus festen Werten je Liter (z.B. Energiesteuer = 47,04 Cent\/Liter) oder aus prozentualen Abgaben (z.B. Umsatzsteuer von 19% auf den zu zahlenden Preis). Es gibt noch andere Abgaben, die nach dem einen oder anderen Prinzip funktionieren. Und keine dieser Abgaben wurde in letzter Zeit erh\u00f6ht. Somit k\u00f6nnen die Abgaben nicht f\u00fcr die Preissteigerungen verantwortlich sein. Aber die oben zitierte Aussage illustriert das meiner Meinung nach ganz gut. Der ADAC hat <a href=\"https:\/\/www.adac.de\/verkehr\/tanken-kraftstoff-antrieb\/tipps-zum-tanken\/7-fragen-zum-benzinpreis\/#steuern-und-abgaben-auf-kraftstoff\" target=\"_blank\">hier<\/a> mal zusammengestellt, was eigentlich von unserem Spritpreis an den Staat geht , und was an die Wirtschaft. Spannend ist hierbei die Berechnung des prozentualen Anteils der Staatsabgaben am Spritpreis.. Waren es 2025 noch rund 56 Prozent bei Diesel, sank dieser Anteil in 2026 rund 47 Prozent. Nat\u00fcrlich steigt der \u00d6lpreis. Wie ich an anderer Stelle schon einmal schrieb, wird \u00d6l zum \u00fcberwiegenden Anteil an der Warenterminb\u00f6rse gehandelt. Das bedeutet, da\u00df das \u00d6l, welches heute gef\u00f6rdert und verkauft wird erst in 2-4 Monaten teurer wird. Es gibt f\u00fcr einen ehrlichen Kaufmann keinen Grund, am Tag nach dem Huthiangriff&nbsp; auf eine saudische \u00d6lpipeline den Spritpreis um 20 Cent zu erh\u00f6hen. F\u00fcr gierige Kaufleute schon. Dagegen k\u00f6nnte man von staatlicher Seite etwas unternehmen, wenn man wollte. Andere L\u00e4nder machen es vor. Ich gebe zu, da\u00df aufgrund der niedrigen Wasserst\u00e4nde die Preise f\u00fcr den Transport per Schiff steigen. Aber auch davor warnen Wissenschaftler seit vielen Jahren. Und <\/p>\n<p>Wenn ich das mal zusammen beschaue, tut der Staat nichts gegen die steigenden Spritpreise, obwohl er die M\u00f6glichkeiten h\u00e4tte. Er redet nur. Der Staat tut nichts gegen die Probleme am Wohnungsmarkt, er redet nur. Der Staat hat die Instrumente der Inflationsbek\u00e4mpfung mit der Schaffung der EZB aus der Hand gegeben, denn die EZB ist f\u00fcr ganz Europa zust\u00e4ndig. Und jedes Land hat eigene fiskalische Interessen.&nbsp; Eine gemeinsame Finanzpolitik gibt es zumindest in Ans\u00e4tzen nur, wenn es darum geht, die Ukraine zu finanzieren. Der Staat treibt den sozialen Kahlschlag voran, hier redet er nicht nur. So geht kein Unternehmer mit seinem Unternehmen um. <\/p>\n<p>Wozu also brauche ich den Staat, in Form der Parteien, die derzeit an der Regierung beteiligt sind? Wozu brauche ich einen Staat, der zusieht, wie sich Mineral\u00f6lunternehmen die Taschen voll machen und seine B\u00fcrger es bezahlen? Wozu brauche ich einen Staat, der erkl\u00e4rt, Mieten w\u00fcrden g\u00fcnstiger, wenn man das Bauen nur g\u00fcnstiger macht. Das ist, als w\u00fcrde mir jemand einreden wollen, da\u00df ein IPhone in der Herstellung tats\u00e4chlich 1500 \u20ac kostet. Und Apple w\u00fcrde sich daran nicht dumm und d\u00e4mlich verdienen. Aber bei einem IPhone kann ich es verschmerzen, wenn ich es nicht habe, bei einer Wohnung nicht. Der Preis entsteht am Punkt der Nachfrage und nicht beim Einstandspreis. Der Einstandspreis (Herstellung, Transport, Lagerung, Marketing usw.) ist lediglich die der Preis, den man beim Verkauf nicht unterschreiten sollte. Ansonsten nimmt die Wirtschaft, was sie kriegen kann. Das gilt f\u00fcr ein Handy und auch f\u00fcr eine Wohnung. G\u00e4be es keine Nachfrage nach Eif\u00f6nen, w\u00fcrden die Dinger schlicht nicht mehr in diesem Umfang hergestellt. Das Gleiche gilt f\u00fcr Wohnungen. Kurz vor der Markts\u00e4ttigung w\u00fcrde niemand mehr eine Wohnung bauen. Um die Preise nicht zu versauen! \u00dcberangebote sind immer Gift.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meg O\u00b4Neill ist Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin von BP und nahm zu den Zahlen des 2. Quartals 2026 wie folgt Stellung : Finanziell haben wir ein starkes Quartal erzielt, mit einem zugrunde liegenden Ersatzkostengewinn von $ 5,7 Milliarden ($ 2,5 Milliarden h\u00f6her als im letzten Quartal) und einem operativen Cashflow von $ 10,9 Milliarden, nach einem Betriebskapitalaufbau von $ 1,0 Milliarden. Nachlesen kann man das hier. 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